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Donnerstag, August 09, 2007

KoЯn Untitled


Ein Imagewandel geht schnell. Man kann sich die Haare färben oder auch andere Klamotten anziehen. Aber man kann auch gern alte Zöpfe abschneiden. Korn machten das mit See you on the other Side. Dieses Album war stark umstritten. Von alten Fans verschrieen aber trotzdem auf Platz 6 der meistverkauftesten Alben 2006. Dazu kam das Gerücht, Jon Davis hätte bei diesem Album von Nine Inch Nails abgeschrieben. Mit diesem Album schneiden Korn keine alten Zöpfe ab (es sind ja keine mehr da ^^), sondern sie scheren sich eine musikalische Glatze. Nein das hat nichts mit der Skinhead-Szene zu tun. Wird das unbetitelte Album die Fans wieder verzücken, oder ist es nur ein müder Aufguss des letztens Album?

Darkness or Dorkness?
Im Intro wird gleich eins klar: Untitled ist düsterer und melancholischer als alles von Korn gehörte. Das Intro klingt wie verstörte Zirkusmusik. Im Hintergrund hört man Schmerzenschreie von Jonathan. Auch die Texte sind nachdenklicher als in vielen anderen Alben. Nicht nur die Texte haben sich geändert, sondern wieder einmal auch der Stil. Es gibt jetzt weniger Metal Elemente als früher. Man könnte diesen Stil als depressiven Alternative Rock bezeichenen. Evolution erwähnte ich bereits.

Just Think of it for a Second
Korn setzen sich mit diesem Alben sehr kritisch mit aktuellen Themen auseinander. In dem Song "Ever Be" greift Jonathan Davis Brian Welch an. Für alle die nicht wissen wer das ist: Brian war bis 2005 Lead Gitarrist bei Korn. Nach dem er Gott für sich entdeckt hatte, verließ er die Band. Und in diesem Song wird Brian als scheinheilig hingestellt. Dieser Song zeugt von wenig Größe aber von umso mehr Intoleranz. Unverständlich denn in seiner Jugend wurde Jon gemobbt weil er eine andere Einstellung als seine Mitschüler hatte. Der Song "Killing" handelt von Frauen die von ihrem Partner misshandelt werden. Er hat leichte Death-Metal Elemente am Ende. Und er hat auch einen leicht monumentalen Klang. Auch "Innocent Bystander", in dem es um passive Zuschauer geht, hat diesen klang. Im Song "Starting over" geht es um die tödliche Krankheit die Anfang 2006 bei Jon entdeckt wurde. Er konnte sie aber trotzdem überwinden. I will Protect You hingegen ist ein Song für seine Kinder in dem er ihnen erklärt, dass er eines Tages sterben muss, aber trotzdem über sie wacht. Auch Gott wird in vielen Songs mit Ehrfurcht erwähnt. Ungewöhnlich für Korn da sogar ein paar Singles wegen angeblicher Blassphemie in den USA nicht gespielt werden dürfen.


Sonderedition
Für den Aufpreis von 3-4€ kriegt man die Special Edition von Untitled.
Dort Enthalten sind: ein Doppelseitiges Poster, Drei seltene Sammelkarten der Bandmitglieder (das Bild von Fieldy ,dem Bassisten, kann aber wieder als gotteslästerlich angesehen werden), eine Making of DVD und als kleines Schmanker gibt es noch den Bonus-Track Sing Sorow.
Die DVD lohnt sich am meisten. Denn hier wird geschildert wie die einzelnen Songs entstanden sind, was sie bedeuten, wer mitgewirkt hat, welche musikalischen Experimente gemacht wurden und noch ein paar coole Sprüche. Genau das was eine Korn DVD ausmacht.

Fazit
Für alle Korn-Fans: Untitled ist wirklich genial geworden. Die Texte sind nachdenklich und die Melodien super. Die Veteranen mögen sagen: " Das klingt überhaupt nicht wie das erste Album!" Das stimmt. Da viele Metal-Elemante fehlen und das Album im algemeinen ruhiger und depressiver ist. Aber Untitled ist selbst für Leute die keine Korn-Fans sind ist das Album ein Tipp. Auch wenn Ever Be übertrieben wirkt, auch wenn dieses Album nicht an älteres Zeug wie z.B. Follow the Leader rankommt, ist es hingegen immer noch besser als See you on the Other Side. Es ist immer wieder eine Freude das Album zu hörn.

7 von 10 unbenannten Punkten

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